Deutsche Redaktion

Außenminister Sikorski in Kiew: "Die Ukraine kämpft auch für unser Recht, nicht von Nachbarn überfallen zu werden"

01.04.2026 11:03
Sikorski erklärte, Butscha und die Opfer dort erinnerten weiterhin an das Wesen des russischen Krieges gegen die Ukraine. In diesem Krieg gehe es um das Recht, nicht von einem Nachbarstaat überfallen und grundlos massakriert zu werden.
Bucha, Ukraine, 31.03.2026. Der stellvertretende Ministerprsident und Auenminister der Republik Polen, Radosław Sikorski (Mitte), bei der Besichtigung der St.-Andreas-Kirche in Bucza am 31. dieses Monats. Der Chef der polnischen Diplomatie nimmt an einem informellen Treffen der Auenminister der EU-Staaten in Kiew teil. (jm) PAPWładek Nowak
Bucha, Ukraine, 31.03.2026. Der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister der Republik Polen, Radosław Sikorski (Mitte), bei der Besichtigung der St.-Andreas-Kirche in Bucza am 31. dieses Monats. Der Chef der polnischen Diplomatie nimmt an einem informellen Treffen der Außenminister der EU-Staaten in Kiew teil. (jm) PAP/Władek NowakPAP/Władek Nowak

Polens Außenminister Radosław Sikorski hat bei einem Besuch in Kiew die Bedeutung des ukrainischen Abwehrkampfes für ganz Europa hervorgehoben. Die Ukraine kämpfe nicht nur für sich selbst, sondern auch für das Recht der Nationen und Europas, in Frieden zu leben, sagte Sikorski. Gemeinsam mit den Außenministern weiterer EU-Staaten besuchte er zudem Butscha bei Kiew, wo russische Truppen vor vier Jahren Verbrechen an Zivilisten verübt hatten.

Sikorski erklärte, Butscha und die Opfer dort erinnerten weiterhin an das Wesen des russischen Krieges gegen die Ukraine. In diesem Krieg gehe es um das Recht, nicht von einem Nachbarstaat überfallen und grundlos massakriert zu werden.

Am Rande eines Treffens des EU-Außenrats in Kiew führte Sikorski nach eigenen Angaben Gespräche mit mehreren Vertretern der ukrainischen Führung, darunter Außenminister Andrij Sybiha, Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow und Kyrylo Budanow. Er betonte, die militärische, finanzielle und internationale Lage der Ukraine bleibe schwierig. Zugleich verwies er darauf, dass das Land seine Rüstungsproduktion ausbaue und militärische Ziele des Gegners wirksam angreife.

Mit Blick auf die von Ungarn blockierte EU-Hilfe für die Ukraine warf Sikorski Budapest vor, das Vetorecht zu missbrauchen. Damit werde der Grundsatz loyaler Zusammenarbeit in der Europäischen Union untergraben. Die gemeinsame europäische Außenpolitik bestehe darin, die Ukraine zu unterstützen und nicht den Aggressor.

IAR/adn

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