Deutsche Redaktion

Streit um Orden für Selenskyj: "Entscheidung heute oder morgen"

09.06.2026 10:57
Die Gegner einer Aberkennung betonen, dass vor allem Russland von einem Bruch zwischen Warschau und Kiew profitieren würde.
Prsident Wolodymyr Selenskyj hat einer Einheit der ukrainischen Streitkrfte, die zudem zu den Eliteverbnden fr Spezialoperationen gehre, den Ehrennamen Helden der UPA verliehen.Damit sei der von manchen gepflegte Mythos widerlegt, die Verehrung der UPA und die Verherrlichung des ukrainischen Nationalismus seien in der Ukraine lediglich ein p
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einer Einheit der ukrainischen Streitkräfte, die zudem zu den Eliteverbänden für Spezialoperationen gehöre, den Ehrennamen „Helden der UPA“ verliehen.Damit sei der von manchen gepflegte Mythos widerlegt, die Verehrung der UPA und die Verherrlichung des ukrainischen Nationalismus seien in der Ukraine lediglich ein pIMAGO/dts Nachrichtenagentur/Imago Stock and People/East News

Polens Präsident Karol Nawrocki will in Kürze über den Orden des Weißen Adlers für Wolodymyr Selenskyj entscheiden. Die Ordenskapitel hat ihm dazu eine Empfehlung vorgelegt; ihr Inhalt wurde nicht veröffentlicht. Nach Angaben aus dem Umfeld des Präsidenten gab es in dem Gremium keine Einstimmigkeit.

Hintergrund ist Selenskyjs Entscheidung, eine ukrainische Militäreinheit nach den „Helden der UPA“ zu benennen. In Polen stößt das auf breite Kritik, weil die UPA für die Ermordung polnischer Zivilisten in Wolhynien und Ostgalizien mitverantwortlich gemacht wird. Nawrocki hatte daraufhin eine Prüfung der höchsten polnischen Auszeichnung für den ukrainischen Präsidenten angestoßen.

Politiker aus Nawrockis Umfeld fordern eine harte Reaktion. Außenminister Radosław Sikorski, Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz und der Außenpolitiker Paweł Kowal warnen dagegen vor einer Eskalation. Premierminister Tusk forderte die beiden Präsidenten zu einem direkten, ehrlichen Gespräch auf, "bevor die Emotionen unsere Solidarität zerstören".

Die Gegner einer Aberkennung betonen, dass vor allem Russland von einem Bruch zwischen Warschau und Kiew profitieren würde.

IAR/PAP/adn


„Polen fehlt vertiefte Debatte zur Ukraine"

08.06.2026 13:00
Die Politik der Ukraine zielt darauf ab, Polens Stellung in Mitteleuropa zu schwächen. Deshalb müsse bereits jetzt eine Strategie entwickelt werden, wie man mit einem schwierigen und wenig dankbaren Partner im Osten umgehen wolle, statt auf symbolische Gesten zu setzen. Armenischer Cognac, Fisch, Tomaten, Pfeffer und Gurken wurden zu Geiseln im Kampf um den Erhalt des russischen Einflusses in dem Land. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump könnte auf eine Verbesserung der Beziehungen zu Weißrussland hinarbeiten. Dahinter stehe offenbar die Hoffnung, dadurch Gespräche mit Russland über ein Ende seines Krieges gegen die Ukraine zu erleichtern. Mehr dazu im Pressespiegel.

Streit um Selenskyjs Orden: Entscheidung von Polens Präsidenten steht aus

08.06.2026 19:36
Das Kapitel des Ordens vom Weißen Adler hat Präsident Karol Nawrocki seine Stellungnahme zur Auszeichnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vorgelegt. Eine Entscheidung über eine mögliche Aberkennung des höchsten polnischen Staatsordens steht noch aus.

Ukraine verschiebt Bandera-Bestattung

09.06.2026 04:52
Die Ukraine wird vorerst auf eine Überführung von Stepan Bandera verzichten. Wie das Nachrichtenportal Wirtualna Polska (WP) berichtet, laufen zwischen dem Umfeld des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem polnischen Präsidialamt Gespräche über einen möglichen Kompromiss. Demnach könnte Kiew auf die Überführung und feierliche Neubestattung des 1959 in München ermordeten Anführers der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), Stepan Bandera, in die Ukraine verzichten.

Kiew sucht Ausweg aus dem Geschichtsstreit mit Polen

09.06.2026 06:23
Die politischen Spannungen zwischen Polen und der Ukraine verschärfen sich weiter. Beide Seiten zeigen sich bislang kompromisslos. Droht der jüngste Streit um die Benennung einer ukrainischen Spezialeinheit nach der nationalistischen UPA das polnisch-ukrainische Verhältnis dauerhaft zu belasten? Auch in der Innenpolitik bleibt der Ton rau. Donald Tusk und Jarosław Kaczyński liefern sich weiterhin einen erbitterten Schlagabtausch. Gut, dass es Maja Chwalińska gibt. Ihr sensationeller Einzug ins Finale von Roland Garros sorgt inmitten der politischen Spannungen für einen seltenen Lichtblick.