Deutsche Redaktion

Nach Aussage von Vizewissenschaftsminister: UPA-Streit wird zum innenpolitischen Konflikt

11.06.2026 12:04
Vizewissenschaftsminister Szeptycki, der selbst ukrainische Wurzeln hat, hatte in einem Interview die Rolle der UPA im ukrainischen historischen Selbstbild beschrieben und sie als Formation bezeichnet, die aus ukrainischer Sicht vor allem gegen die Sowjets gekämpft habe. Oppositionspolitiker wiesen diese Darstellung als nicht hinnehmbar zurück.
Andrzej Szeptycki
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Der Streit um Aussagen des polnischen Vizewissenschaftsministers Andrzej Szeptycki zur UPA verschärft die Debatte über Erinnerungspolitik und das Verhältnis zur Ukraine. Szeptycki, der selbst aus der Ukraine stammt, hatte in einem Interview die Rolle der UPA im ukrainischen historischen Selbstbild beschrieben und sie als Formation bezeichnet, die aus ukrainischer Sicht vor allem gegen die Sowjets gekämpft habe. Oppositionspolitiker wiesen diese Darstellung als nicht hinnehmbar zurück.

Das ukrainische Außenministerium kritisierte Angriffe auf Szeptycki und erklärte, seine ukrainische Herkunft dürfe nicht als Vorwand für Attacken benutzt werden. Regierungsvertreter in Polen verteidigten das Recht auf eigene historische Einschätzungen, während die Opposition scharfe Kritik übte. Parallel kündigte Jakub Banaszek die Initiative „Stop banderyzmowi“ (Stopp dem Banderismus) an. Premier Donald Tusk warnte im Sejm vor einer Eskalation von Worten zu gesellschaftlicher Verachtung und rief die Opposition zur Mäßigung auf.


IAR/PAP/adn

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