Deutsche Redaktion

Europäisches Parlament kritisiert Selenskyjs UPA-Entscheidung

08.07.2026 13:33
In dem angenommenen Text wird die Entscheidung von Präsident Wolodymyr Selenskyj als unnötige und nicht provozierte Eskalation bezeichnet. Eine weitergehende Änderung der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer, die den Beitrittsprozess der Ukraine an Zugeständnisse im UPA-Streit binden sollte, fand keine Mehrheit. 
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Еўрапарламент.Drop of Light/Shutterstock

Das Europäische Parlament hat in einer Resolution zu den EU-Beitrittsfortschritten der Ukraine Kritik an der Benennung einer ukrainischen Brigade nach den „Helden der UPA“ aufgenommen. Ein entsprechender Änderungsantrag der Europäischen Volkspartei wurde von dem polnischen Abgeordneten Andrzej Halicki und dem Berichterstatter Michael Gahler eingebracht.

In dem angenommenen Text wird die Entscheidung von Präsident Wolodymyr Selenskyj als unnötige und nicht provozierte Eskalation bezeichnet. Die Abgeordneten äußern Bedauern darüber, dass die polnische Sensibilität im Zusammenhang mit den Opfern der Verbrechen von Wolhynien nicht ausreichend berücksichtigt worden sei.

Das Parlament sieht darin eine Belastung für die gutnachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Polen und der Ukraine. Die Benennung schade früheren Bemühungen, schwierige historische Fragen im Geist eines ehrlichen Dialogs und der Versöhnung zu lösen. Zugleich bewerten die Abgeordneten die Entscheidung als nicht vereinbar mit europäischen Werten und rufen beide Seiten dazu auf, Spannungen abzubauen und den Versöhnungsprozess wieder aufzunehmen.

Eine weitergehende Änderung der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer fand keine Mehrheit. Sie sah unter anderem vor, die Eröffnung weiterer EU-Verhandlungscluster mit der Ukraine so lange auszusetzen, bis Kiew die Ideologie und die Handlungen der UPA verurteilt und die an Polen sowie jüdischen Menschen begangenen Verbrechen anerkennt.

Die Resolution ist Teil der regelmäßigen parlamentarischen Bewertung der Fortschritte der Ukraine auf dem Weg in die Europäische Union. Sie ist rechtlich nicht bindend, setzt aber ein politisches Signal an die EU-Kommission, den Rat der EU und die ukrainische Regierung.

IAR/adn


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