Deutsche Redaktion

Ukrainische Einheit bekommt Ehrennamen „Helden der UPA“

27.05.2026 13:21
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einer Einheit der ukrainischen Streitkräfte den Ehrennamen „Helden der UPA“ verliehen. Wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Dekret hervorgeht, trägt künftig das selbstständige Spezialoperationszentrum „Nord“ diesen Namen.
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Bild:General Staff of the Armed Forces of Ukraine/Facebook

Selenskyj erklärte, die Entscheidung solle an „historische Traditionen der nationalen Armee“ anknüpfen.

Die Entscheidung dürfte in Polen auf Kritik stoßen. Die Ukrainische Aufstandsarmee gilt in Polen als verantwortlich für Massaker an der polnischen Bevölkerung in Wolhynien während des Zweiten Weltkriegs. Historiker gehen davon aus, dass Kämpfer der UPA im Jahr 1943 koordinierte Angriffe auf zahlreiche von Polen bewohnte Orte im damaligen Wolhynien verübten. Die Ereignisse werden in Polen als „Wolhynien-Massaker“ bezeichnet und als Völkermord bewertet.

In der Ukraine hingegen werden die Organisation Ukrainischer Nationalisten und die UPA vielfach vor allem als anti-sowjetische Widerstandsbewegungen gesehen. Seit Jahren gibt es zwischen Polen und der Ukraine unterschiedliche Bewertungen ihrer historischen Rolle.


IAR/jc

82. Jahrestag des Wolhynien-Massakers: Neuer Gedenktag

11.07.2025 07:00
Am 11. Juli 2025 begehen Polen einen neuen staatlichen Gedenktag: den Nationalen Gedenktag für die Opfer des von der ukrainischen OUN und der UPA in den östlichen Gebieten der Zweiten Polnischen Republik verüben Völkermords. „Der Märtyrertod verdient aufgrund der Zugehörigkeit zum polnischen Volk ein würdiges Gedenken – in Form eines jährlich vom polnischen Staat ausgezeichneten Tages, an dem den Opfern Ehre erwiesen wird“, heißt es in dem Beschluss.

Polen fordert Ukraine zur Überarbeitung von Geschichtsbüchern auf

17.07.2025 13:50
Die polnische Bildungsministerin hat ihre Besorgnis darüber geäußert, wie ukrainische Schulbücher die Massaker an polnischen Zivilisten durch ukrainische Nationalisten während des Zweiten Weltkriegs darstellen. Sie forderte den ukrainischen Bildungsminister auf, neue Unterrichtsmaterialien zu entwickeln, die den heutigen Stand der polnisch-ukrainischen Beziehungen besser widerspiegeln.

Opfer des Massakers von Puźniki erhalten würdiges Begräbnis

03.09.2025 21:00
Am kommenden Samstag werden auf dem Friedhof von Kuźnice in der Ukraine die sterblichen Überreste polnischer Dorfbewohner beigesetzt. Vor 80 Jahren wurden sie von Nationalisten der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) ermordet. Die Opfer, die bislang in einem Massengrab ruhten, erhalten nun Einzelgräber mit Kreuzen und Namenstafeln.

Westukraine: Beisetzung von 42 polnischen Opfern des Massakers von Puźniki

06.09.2025 18:55
In der Westukraine sind am Samstag die sterblichen Überreste von 42 polnischen Opfern ukrainischer Nationalisten feierlich beigesetzt worden. Die Gebeine von Frauen, Männern und Kindern waren im Frühjahr bei Exhumierungsarbeiten in Puźniki im Gebiet Ternopil entdeckt worden. In der Nacht vom 12. auf den 13. Februar 1945 hatten Einheiten der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) das Dorf überfallen und nach Schätzungen zwischen 50 und 120 Bewohner getötet.

„Image-Schaden für die Regierung und Selenskyjs Entgleisung"

23.09.2025 13:30
Immer häufiger seien es die Schritte der Regierung in Kiew – und nicht die russische Propaganda –, die in Polen Ressentiments gegenüber der Ukraine verstärken. Der Streit darüber, ob der Außenminister an Bord des Präsidentenflugzeugs zum UN-Sicherheitsrat nach New York eingeladen werden sollte oder nicht, sei ein Beispiel für ein Phänomen, das Polen künftig teuer zu stehen kommen könnte. Und: Wie gewohnt spiele Lukaschenko ein doppeltes Spiel: Er versuche, sich von der russischen Leine zu lösen – oder tue zumindest so. Mehr dazu in der Presseschau.